Extremtourismus

Den gewöhnlichen Tourist zieht es in beliebte Länder, wo er sich ausruhen kann, bekannte Sehenswürdigkeiten entdecken und andere Kulturen treffen kann. Dieser „normale“ Tourismus ist bei den meisten Gang und Gäbe. Doch es gibt noch eine weitere, extremere Form.

Der sogenannte „Extremtourismus“ hat es in sich. Hierbei zieht es waghalsige, abenteuerlustige und mitunter „verrückte“ Menschen in Ländern, wo sich zu 99% kein anderer hinbegibt. Jordan Harbringer aus den USA ist so ein Mensch. Er ist ein sogenannter „Anti-Tourist“, der das Ungewöhnliche liebt. Er fühlte sich schon immer zum „Verbotenen“ hingezogen. So zum Beispiel verbrachte er ein paar Tage im Sommer 2011 in Nordkorea. Ohne die entsprechenden Vorbereitungen kann es böse enden. Gefängnisaufenthalte sind keine Seltenheit, hat man nicht die nötigen Papiere für die kuriosen Ferien dabei.

Michael Brein, ein Reisepsychologe hat für diese Art von Tourismus auch einen Begriff gefunden: „Macho-Tourismus“ nennt er die waghalsigen Ausflüge. Es kann alles gut gehen, es kann aber auch einiges schief laufen. Maria Rychlicki hat schon Zeit im Lebanon, Ägypten, Israel und Kolumbien verbracht. Alle Länder waren vom zuständigen Reiseamt als gefährlich eingestuft. Den letzten Trip nach Lybien musste sie sogar abbrechen, aufgrund Ausbruchs des Krieges.

Weitere Arten des Extremtourismus: Friedhofsbesuche in den Niederlanden, Entdecken der „Geisterstadt“ Prypjat, die unmittelbar in der Nähe von Tschernobyl liegt oder der umstrittene Jagdtourismus in Südafrika.

Autoren: Mathias Eyer, Katja Pfeuti

Quellen:

http://www.msnbc.msn.com/id/43227418/ns/travel-destination_travel/t/anti-tourists-heed-call-danger-visit-worlds-badlands/#.UGnvlU0xp0o

http://www.vol.at/extremtourismus-%E2%80%93-strandurlaub-war-gestern/3251953

PP: Extremtourismus

One thought on “Extremtourismus

  1. Bei Reisen in gefährliche Gebiete ist ein wichtiger Aspekt auch die Deckung der Risiken durch eine Reiseversicherung. Die Anfrage einer Studentin bei der Allianz Versicherung gab ganz klar ein Nein („Solche Reisen können nicht versichert werden.“).

    Vor allem ein Paragraph in den AVB scheint hier von Bedeutung: zu sein:
    Nicht versichert sind Ereignisse, welche die versicherte Person wie folgt herbeigeführt hat:
    – Missbrauch von Alkohol, Drogen oder Arzneimitteln
    – Suizid oder versuchter Suizid
    – Teilnahme an Streiks oder Unruhen
    – Teilnahme an Wettfahrten und Trainings mit Motorfahrzeugen oder Booten
    – Teilnahme an gewagten Handlungen, bei denen man sich wissentlich einer Gefahr aussetzt
    – grobfahrlässiges oder vorsätzliches Handeln / Unterlassen
    – Begehung von Verbrechen bzw. Vergehen oder der Versuch dazu

    Autoren: Marthe Seiler / Roland Schegg

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