Schweizer Tourismus hofft auf Türken

Der Schweizer Tourismus leidet unter der Wirtschaftskrise in Europa und dem hohen Schweizer Franken. Laut Bundesamt für Statistik schwanden die Hotelübernachtungen im Juli 2012 um 7.2% gegenüber dem Vorjahr.

„Seit der Franken derart an Wert gewonnen hat, sind uns ein Fünftel aller Logiernächte verloren gegangen“, sagt Peter Vollmer, Vizepräsident der Marketingorganisation Schweiz Tourismus.

Schweiz Tourismus bittet nun die Politik um Hilfe. Es wurde ein „Notprogramm“ erstellt, welches anfang 2013 starten soll. Geplant ist in Ländern zu werben, welche bisher nicht als Zielmärkte galten wie zum Beispiel die Türkei und Indonesien.

„Beide Länder haben eine sehr zahlreiche Bevölkerung und wiesen in den letzten Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum auf“, so Vollmer. Gerade in der Türkei gebe es heute einen breiten Mittelstand, der sich Reisen leisten könne. «Mit mehr Türken und Indonesiern reduzieren wir unsere Abhängigkeit von Touristen aus Europa.»

Das «Notprogramm» sieht auch vor, die Märkte, die schon vorher beworben wurden, wie China, Brasilien und Indien zu intensivieren und neue touristische Reiserouten in der Schweiz zu schaffen. Innert der nächsten drei Jahre erhofft sich Vollmer hierfür staatliche Mittel im Umfang von 36 Millionen Franken; die erste Tranche wird für das Budget 2013 beantragt. Ständerat Pankraz Freitag (FDP, GL) etwa, der Staatsausgaben generell kritisch gegenübersteht, zeigt sich auf Anfrage offen für das Anliegen: «Wenn es um befristete und gezielte Investitionen geht, bin ich nicht grundsätzlich dagegen. Schweiz Tourismus muss uns aber glaubhaft darlegen, dass man das beantragte Geld wirksam einsetzen wird.»

 Wirtschaftsboom in der Türkei

Die Türkei ist ein aufstrebendes Schwellenland. Es ist politisch stabil und überbrückt problemlos die Grenze zwischen Europa und dem Nahen Osten. Jetzt will die Türkei binnen zehn Jahren  die Wirtschaftsleistung verdreifachen und seinen Einfluss in der Region vergrößern.

Seit dem Amtsantritt von Premierminister Recep Tayyip Erdoğan im Jahr 2002 hat sich das BIP auf 596 Milliarden Euro verdreifacht. Das Pro-Kopf-Einkommen ist von 2600 auf 8000 Euro gestiegen und das Wirtschaftswachstum beträg im Schnitt jährlich etwa 5,5 Prozent.

Powerpoint Präsentation: Schweiz hofft auf Tuerken

Autoren: Zoé Laporte, Yasemin Rende

Quellen:

 Tagesanzeiger – 29.09.12 http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Der-Schweizer-Tourismus-hofft-auf-die-Tuerken/story/31149355

 The Wall Street Journal – 18.09.2012 http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10000872396390444450004578003731629364530.html

 

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