Prognose für den Schweizer Tourismus von BAKBASEL

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Schweizer Tourismus stehen zurzeit nicht gut, was vor allem auf den starken Schweizer Franken gegenüber dem Euro und dem Dollar zurückzuführen ist. Der stützende Binnenkonsum, sowie die starken Fern-und Wachstumsmärkte sollten jedoch weitere Logiernächteeinbrüche verhindern. «Die Ferienplanung geht verstärkt über das Portemonnaie, was die Schweiz zusammen mit dem starken Franken besonders trifft», so Christoph Juen, CEO von Hotelleriesuisse.

Um dem  Starken Franken entgegenzuwirken, drückten, viele Ferienregionen die Preise. Ausserdem wird darauf geachtet, dass der Euro, nicht mehr unter die 1.30 Grenze fällt.

Für 2013 ist laut BAKBASEL eine Beschleunigung der Konjunktur auf 3.3% zu erwarten. Das Wachstumstempo der Schweizer Wirtschaft verlangsamte durch die Krise, ist jedoch erstaunlich robust geblieben, da es zu keiner Eskalation der Euro-Schuldenkrise kam und es für die wichtigen Handelspartner der Schweiz wie Deutschland und der USA bessere Aussichten gibt.

Bis zum Jahresende 2012 erswartet BAKBASEL keine Abwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro. Sie gehen jedoch davon aus, dass 2013 und 2014  durch den Abwertungsdruck der Schweizer Tourismus entlastet wird. Ausserdem wird von einem weitereren Anstieg der Bauinvestition in der Schweizer Beherbergungs-und Gastronomiebauten ausgegangen. Vor allem in der Zentralschweiz wird kräftig investiert.

Im Tourismusjahr 2014 wird ein Anstieg der Hotelübernachtungen um 2.7% erwartet. Die Zunahme der Nachfrage der Ausländer wird auf 4.4% geschätzt. Das ist darauf zurückzuführen, dass nach fünf schlechten Jahren, der Aufholprozess einsetzen wird.  Dazu kommt, dass sich die gestiegenen Bauinvestitionen bezahlt machen dürften.

Im Schweizer Gastegewerbe wird 2013 ein Plus von 2.5% und 2014 ein Plus von 3.4% erwartet, was einen Anstieg der Bruttowertschöpfung mit sich bringen wird. Danach wird diese Entwicklung wieder stabil werden. BAKBASEL geht mittel-und langfristig von einem jährlichen Wachstum der realen Wertschöpfung von 1% bis 1.5% aus. Bei den Tourismusexporten wird in diesen Jahren mit einem Anstieg von 2.2% bzw 4.7% gerechnet.

Für 2013 werden für die realen Verkehrserträge der Schweizer Bergbahnen ein Anstieg von 2.9% erwartet. Dieses ist darauf zurückzuführen, dass die Logiernächte ansteigen und die Tagesgäste aus der Schweiz dank günstiger Binnenkonjunkture sich vermehren werden. Die realen Verkehrsumsätze werden um 4.4% ansteigen, vor allem durch den erwarteten Anstieg der Übernachtungsgäste.

Diese Prognose für den Schweizer Tourismus bringt natürlich Unischerheiten mit sich. Zu den wichtigsten Prognoserisiken zählen die Witterungsbedingungen, sowie die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen. Vor allem die Eurokrise bringt ein grosses Risiko mit sich. Die verschiednenen Massnahmen in der Eurozonen haben die Probleme zwar verschoben aber nicht gelöst. Eine noch negativere Konjunkturentwicklung und ein Anstieg des Schweizer Franknens ist nicht auszuschliessen. Dies hätte natürlich fatale Folgen auf den Schweizer Tourismus. Bezüglich dem Schweizer Arbeitsmarktes gibt es ein positives Prognoserisiko. Trotz der grossen Arbeitslosigkeit in anderen Staaten, hält sich die Schweiz erstaunlich gut.

Die Risikofaktoren Umwelt und Geopolitik lassen sich nur sehr schwer bis gar nicht einschätzen. Unvorhersehbarbare Naturereignisse können jederzeit eintreffen und Konsequenzen auf den internationalen Reiseverkehr haben. Politische Krisen können den internationalen Reiseverkehr verlangsamen. Zum Beispiel könnte eine Verschärfung des Konflikts zwischen dem Iran und Isreal Folgen auf die Region haben und damit die Ölpreise in die Höhe treiben. Nach wie vor besteht ausserdem das Risiko von Terroranschlägen.

BAKBASEL erarbeitete diese Prognose anhand eines statistisch-ökonometrischen Modells. Die Prognosen werden zweimal pro Jahr im Auftrag vdes SECO durchgeführt.

 

Quellen

BAKBASEL Studie, Prognose für den Schweizer Tourismus, Ausgabe Mai 2012

http://www.tagesschau.sf.tv/Nachrichten/Archiv/2012/08/06/Wirtschaft/Euro-Krise-setzt-Schweizer-Hotelbranche-stark-zu

Autor: Yasemin Rende 703a

 

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