Touristenboom auf Bali

Tourismus nach Bombenanschlägen

Im Jahre 2002 starben insgesamt 202 Menschen bei den Bombenanschlägen von Islamisten auf zwei Nachtclubs, darunter sechs Deutsche. Zehn Jahre später strömen wieder Touristen aus aller Welt auf die hinduistische Ferieninsel.

Durch die Bombenanschläge verlor die Insel vor 10 Jahren ihre Haupteinkommensquelle und es sah für die Hotelindustrie und Tourunternehmer finster aus. Aber auch für die lokale Bevölkerung. Darum war ein Umdenken nötig. Viele waren damals der Meinung man solle die Seele der Insel wiederentdecken und auf Qualitätstourismus setzen. Heute ist Bali übersät mit Eco-Ressorts, die Yoga- und Meditationskurse anbieten. Vor allem im kulturellen Zentrum Ubud boomt diese Art von Tourismus. Seit Julia Roberts im Jahre 2009 ihren Film „Eat Pray Love“ in dieser Region Indonesiens drehte, wurde Ubud zum Wallfahrtsort für Esoteriker aus aller Welt.

Heute kennt Bali wieder Massentourismus. Der Flughafen ist zu klein und wird momentan umgebaut um ein neues Terminal zu eröffnen. Von der Krise ist nichts mehr zu spüren. Man sagt, dass die Balinesen die Touristen nur noch als wandelnde Brieftaschen sehen. In den Achtziger Jahren hätten die Leute noch versucht ihre Gäste zu verstehen, meint ein Einheimischer. Heute wird Bali immer kommerzieller und somit irgendwann unattraktiv. Aus diesem Grund reisen immer mehr Urlauber in den ruhigeren Norden und Osten der Insel oder gleich auf eine Nachbarinsel.

Yoga Trend

Yoga-Zentren in Bali boomen. Doch profitieren hauptsächlich die Westler auf Kosten der Balinesen vom Yoga-Boom? Dies ist schwer zu sagen. Est steht jedoch fest, dass die Westler Ideen und Kapital bringen. Doch die Geschäfte laufen ohne indonesische Partner nicht. Somit lassen sich die Einheimischen den Markt nicht aus der Hand nehmen.

Die Kosten für die Yogakurse liegen mit etwa 120 Euro für 20 Kurse klar unter dem europäischem Preisniveau.  Doch aus balinesischer Sicht ist dies mehr als ein Monatslohn, welcher für Angestellte bei etwa 100 Euro liegt. Der Tourismus hat jedoch der Bevölkerung schon einen bescheidenen Wohlstand gebracht.

Schätzungen zu Folge lebt etwa die Hälfte der Bevölkerung von weniger als zwei Dollar am Tag. Urlaub ist auch für die meisten Balinesen ein Fremdwort und eine Auslandsreise bleibt meistens unerschwinglich.

Quellen:

http://www.dw.de/wieder-touristenboom-auf-bali/a-16297466

http://www.welt.de/reise/Fern/article109266807/Der-Yoga-Boom-auf-Bali.html

 

Laetitia Salamin, Yasemin Rende 703a

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